„Macht es!“ – Warum sich Mentorin Lara bei KinderHelden engagiert

Eindrücke eines Mannheimer Tandems

Zwei bis drei Stunden pro Woche können einen echten Unterschied machen – das hat Lara bei einer KinderHelden-Infoveranstaltung von Round Table Mannheim und Round Table Heidelberg erfahren. Sie wurde direkt neugierig und meldete sich im Anschluss als Mentorin bei KinderHelden an, um selbst ein Grundschulkind zu begleiten. „Ich war sofort begeistert, wie ich mit so einem überschaubaren Aufwand ein Kind begleiten, wertschätzen und unterstützen kann“, erzählt sie. „Der eigene Einsatz ist so niedrigschwellig und gering, für ein Kind bedeutet er jedoch so viel und ist eine echte Chance. Das schätze ich bei KinderHelden.“

Ein aufregender Start

Auch das erste Aufeinandertreffen mit ihrem heutigen Mentee verlief für beide aufregend. Ein von KinderHelden vorbereitetes Kennenlernspiel, begleitet von der zuständigen Ansprechpartnerin, half dabei, schnell miteinander ins Gespräch zu kommen. „Es war ein herzliches Treffen. Zum Abschluss schenkte mir mein heutiges Mentee sogar selbst gebackene Plätzchen – was für ein Einstieg!“, erinnert sich Lara mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

In den ersten Wochen wollte Lara vor allem eines: keinen Druck aufbauen, sondern eine vertrauensvolle Beziehung entstehen lassen. Die beiden trafen sich zunächst in der Schule, einem vertrauten und sicheren Ort für ihr Mentee. Sie spielten, unterhielten sich und verbrachten Zeit auf dem Schulhof. Schon bald entwickelte sich eine enge Verbindung. Wie wichtig die gemeinsamen Treffen für ihr Mentee geworden waren, merkte Lara schneller als erwartet. „Wenn ich zu unserem gewohnten Termin einmal keine Zeit hatte, hat sie gefragt, ob ich nicht in meinem Kalender schauen kann, ob es an einem anderen Tag in der Woche geht.“

Und auch unterwegs wird die besondere Beziehung sichtbar: Als ihr Mentee in der Bahn gefragt wurde, mit wem sie unterwegs sei, antwortete sie stolz und mit einem großen Lächeln: „Mit meiner Kinderheldin.“

Gemeinsame Zeit im KinderHelden-Tandem

Heute treffen sich die beiden regelmäßig zwei Stunden pro Woche. Sie machen Hausaufgaben, üben Lesen und kümmern sich sogar darum, dass das Stiftemäppchen vollständig und ordentlich ist. Gleichzeitig bleibt viel Raum für gemeinsame Erlebnisse außerhalb des schulischen Umfelds. Die beiden gehen auf Spielplätze, in die Bücherei oder in den Park, spielen Spiele und unternehmen Ausflüge – je nachdem, wonach den beiden am jeweiligen Tag ist und wo die Bedarfe des Mädchens liegen.

Zu ihren Tandem-Highlights gehören ein Besuch bei der BASF-Feuerwehr, bei dem sie gemeinsam mit anderen Tandems Kekse gebacken haben, und ein Ausflug in den Kurpfalz-Park. Dort lernten sie ein weiteres Tandem kennen, mit dem sie sich inzwischen sogar noch einmal getroffen haben.

Besonders verbindet die beiden ihre Freude an Bewegung. „Wir sind gerne draußen unterwegs“, erzählt Lara. „Am meisten Spaß haben wir auf Spielplätzen. Zusammen schaukeln, rutschen und klettern lässt uns beide manchmal über uns hinauswachsen.“ Und noch eine Gemeinsamkeit haben sie entdeckt: Beide haben im gleichen Monat Geburtstag.

Auch in den Ferien möchten die beiden ihr Tandemleben fortsetzen. Dann bleibt mehr Zeit für Ausflüge und Unternehmungen in der Stadt – für beide etwas ganz Besonderes.

Engagement für eine langfristige Bindung

Für die kommende Zeit hat Lara vor allem einen Wunsch: dass die beiden weiterhin so viel Freude miteinander haben. Gleichzeitig möchte sie ihr Mentee dabei unterstützen, sicherer im Lesen zu werden und Freude daran zu entwickeln. Dafür werden sie ihr gemeinsames LeseTraining fortsetzen.

Was sie anderen Menschen sagen würde, die darüber nachdenken, selbst Mentor² zu werden?

„Macht es!“

Für Lara hat es sich bewahrheitet, dass schon zwei Stunden pro Woche viel im Leben eines Kindes bewegen können.

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