22 Okt. “Hast du schon mal Apfel mit Salz gegessen?”
Mentorin Sabrina engagiert sich in verschiedenen KinderHelden-Projekten
“Hast du schon mal Apfel mit Salz gegessen?” Eine ungewöhnliche Frage?
Vielleicht. Für KinderHeldin Sabrina ist sie eine schöne Erinnerung an ihre Zeit als Mentorin im Projekt „Fit für Deutsch“. Denn sie hatte sich gemerkt, dass Maria – das Mädchen, das sie ein Jahr lang digital begleitete – genau das liebend gerne isst. Dass ein Erwachsener sich an so eine Kleinigkeit erinnerte, machte die 11-jährige unglaublich glücklich und gab ihr das Gefühl, auf echtes Interesse bei einem großen Menschen zu stoßen. Gerade für Kinder mit erschwerten Startbedingungen ist diese Erfahrung etwas ganz Besonderes.
Sabrina Seyler arbeitet im Corporate Real Estate Management bei der Vector Informatik GmbH. Da ihre eigenen Kinder bereits größer sind, wollte sie sich gesellschaftlich engagieren. Als sie über ihren Arbeitgeber vom Projekt „Fit für Deutsch“ erfuhr, war für sie schnell klar: „Hier möchte ich mitmachen, um Kindern mit erschwerten Startbedingungen den Weg ein bisschen leichter zu machen.“
Als die Vectorianerin die 11-jährige Maria kennenlernte, ging diese noch nicht in die Regelklasse, da sie kaum Deutsch sprach. Daher funktionierte die Verständigung anfangs nur mit „Händen und Füßen“. Doch eines merkte ihre KinderHeldin sofort: „Maria will lernen! Sie hat total Lust darauf, die deutsche Sprache zu lernen, ist wissbegierig und gibt sich unglaublich viel Mühe.“
Schritt für Schritt arbeiteten die beiden sich voran. Bei ihren wöchentlichen Treffen lernten sie erste Wörter dann kleine Sätze. Zum Abschluss las Sabrina stets aus Bibi & Tina vor – ihr ganz persönliches Ritual. Und wenn die Konzentration mal nachließ, malten sie gemeinsam am Bildschirm oder veranstalteten kleine digitale Modenschauen.
Für Maria, die mit ihren Eltern und sechs Geschwistern auf engem Raum lebt, war diese feste Stunde mit Sabrina ein Höhepunkt der Woche. Wenn Sabrina sie lobte und ihr zeigte, wie sehr sich ihr Deutsch verbessert hatte, strahlte Maria über beide Backen – und steckte ihre Mentorin schnell mit ihrer Begeisterung an: „Es hat mir einfach Spaß gemacht, diese kindliche Freude zu sehen. Marias Weg ein Stück weit zu ebnen, gibt mir ein wirklich gutes Gefühl.“
Die Zeit in der Lernwerkstatt geht nun für beide zu Ende. Sabrina ist jedoch zuversichtlich, dass Maria ihren Weg erfolgreich weitergehen wird: „Wenn Maria weiter so sprachliche Fortschritte macht, wird sie den Schritt auf eine Regelschule sicher schaffen.“
Nach all den schönen Fortschritten mit Maria stand für Sabrina fest: Sie möchte als KinderHeldin weitermachen. Im Projekt „Ich kann’s!“ wartete bereits die Viertklässlerin Emily, die sich seit fast einem Jahr eine Begleiterin an ihrer Seite wünschte. Als die beiden sich an der Grundschule am Stadtpark im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen trafen, war das Eis sofort gebrochen: „Das erste Treffen hat gleich gematcht und Emily hat sich „kringelig“ gefreut!“ Diesmal unterstützt Sabrina in Mathematik – und hilft dem 9-jährigen Mädchen dabei, Prüfungsängste abzubauen und Vertrauen in die eigenen Stärken zu gewinnen.
Bereit, ein Stück Verantwortung zu übernehmen
Dass Sabrina auch der neuen Herausforderung mit Zuversicht entgegensieht, liegt nicht zuletzt an der Begleitung durch KinderHelden. Die Mentorin schätzt die kindgerechten Lernmaterialien und die Möglichkeit, sich jederzeit Feedback und Tipps bei unseren Mentoren Beraterinnen einzuholen. So fühlt sie sich in ihrer Rolle als KinderHeldin bestens aufgehoben.
Durch ihr Engagement hat die 45-jährige einen noch bewussteren Blick für unterschiedliche Startchancen im Leben gewonnen. Ihr persönliches Fazit bringt auf den Punkt, worum es bei KinderHelden geht und warum man sich unbedingt engagieren sollte:
„Durch meine Erfahrungen empfinde ich Demut – nicht überall ist heile Welt. Darum müssen wir Erwachsene genau hinschauen und konkret helfen, wo Kinder unter erschwerten Bedingungen aufwachsen. Ich bin davon überzeugt, dass jeder ein Stück Verantwortung übernehmen kann, damit benachteiligte Kinder bessere Bildungschancen erhalten. Denn jedes Kind hat faire Chancen und Wegbegleiter verdient, die an es glauben.“
Egal in welchem unserer maßgeschneiderten Projekte du dich einbringst:
Als KinderHeldin oder KinderHeld schenkst du Kindern mit erschwerten Startbedingungen wertvolle Orientierung, echte Zuwendung und faire Zukunftschancen.
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