Digital lernen verbindet – auch auf Distanz

Ive und Luca berichten von ihrem “Fit-für-Fünf”-Tandem

„Ich freue mich immer darauf, Ive zu sehen.“ – Wenn Luca das sagt, merkt man sofort, dass hier mehr entstanden als eine Lernpatenschaft. Im Rahmen des digitalen Mentoring-Projekts „Fit für Fünf“ von KinderHelden treffen sich Luca und sein Mentor Ive, der bei SAP arbeitet, einmal pro Woche zum digitalen Lernen und persönlichen Austausch – und haben dabei beide eine richtig gute, bereichernde Zeit.

Digitales Lernen für den Übergang auf die weiterführende Schule

Für Luca sind die Treffen mit seinem Mentor ein echtes Wochenhighlight. Besonders gefällt ihm, dass er und Ive die Aufgaben gemeinsam angehen und dabei mit Tablet und Laptop arbeiten, schließlich leben die beiden an unterschiedlichen Orten in Deutschland.  Sie treffen sich also rein digital. „Ich habe gelernt, wie wichtig Ordnung ist. Außerdem habe ich gelernt, wie ich Aufgaben am Tablet oder Laptop bearbeiten kann“, sagt Luca stolz. Doch mindestens genauso wichtig ist das Gefühl, unterstützt zu werden: „Ich bekomme von Ive Hilfe beim Lernen, wir machen viele tolle Sachen und es macht immer Spaß.“

Im Fokus von „Fit für Fünf“ steht der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Für Viertklässler² wie Luca kann dieser Schritt herausfordernd sein – genau hier setzt die Unterstützung durch Mentoren² wie Ive an. Mentor² und Mentee² treffen sich einmal pro Woche, sechs Monate lang, für ca. eine Stunde. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Lesen sowie dem Lern- und Arbeitsverhalten des Kindes, damit es gestärkt auf die weiterführende Schule wechseln kann.

Was Luca an seinem Mentor besonders schätzt? „Dass Ive immer freundlich und nett ist.“ – die beiden sind halt ein echtes Match, und das sieht nicht nur Luca so.

Warum Ive sich bei “Fit für Fünf” engagiert

Für Ive auf der anderen Seite war schnell klar, dass er sich engagieren möchte, als er bei SAP auf „Fit für Fünf“ aufmerksam wurde. „Bildung und Chancengleichheit sind Themen, die mir sehr wichtig sind“, sagt er. Sein Ziel: junge Menschen dabei unterstützen, Freude am (digitalen) Lernen zu entwickeln und Selbstvertrauen aufzubauen. Die Motivation dahinter ist auch persönlich geprägt: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Schulzeit nicht immer einfach ist und dass jeder einmal Phasen hat, in denen Lernen schwerfällt.“ Genau deshalb möchte er Kindern helfen, ihre Stärken zu entdecken und an sich zu glauben. Besonders wichtig findet er, dass Programme wie „Fit für Fünf“ Kindern unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien zusätzliche Unterstützung bieten. „Jedes Kind sollte die Chance haben, gefördert zu werden und sein Potenzial auszuschöpfen“, findet Ive.

Dass das 1:1-Tandem digital stattfindet, wertet er als großen Vorteil: „Geografische Entfernungen spielen keine Rolle. So können Menschen zusammenfinden, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären.“ Technische Hürden? Kaum vorhanden – stattdessen steht die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt.

Digital lernen: überschaubarer Einsatz, große Wirkung

Neben fachlichen Fortschritten sind es oft die kleinen Erkenntnisse, die für Ive besonders zählen. So berichtet er: „Ich bin sehr stolz darauf, dass Luca erkannt hat, wie wichtig Struktur und Organisation im Schulalltag sind.“ Solche Erfahrungen wirken weit über einzelne Aufgaben hinaus. Um die Sessions spannend zu gestalten, geht er gezielt auf Lucas Interessen ein. Mit selbst erstellten Materialien und spielerischen Ansätzen sorgt er dafür, dass Lernen positiv erlebt wird. Außerdem kann er auf verschiedene digitale Materialien zurückgreifen, die KinderHelden dem Tandem zur Verfügung stellt.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Ive ein Moment, der zeigt, wie wertvoll Mentoring sein kann: „Als Luca mir gesagt hat, dass er sich auf unsere Treffen freut und froh ist, mich als Mentor zu haben – das hat mir gezeigt, dass unsere Zusammenarbeit weit über das digitale Lernen hinausgeht.“

Warum sich Mitmachen bei “Fit für Fünf” lohnt

Für Ive steht fest: Mentoring macht einen echten Unterschied. „Oft reicht schon eine Person, die regelmäßig zuhört, motiviert und an die eigenen Fähigkeiten glaubt“, sagt er.  Sein Rat an neue Mentoren²: „Entspannt starten und sich Zeit nehmen, eine Beziehung aufzubauen. Vertrauen entsteht nicht von heute auf morgen.“ Gerade für SAP-Mitarbeitende und Unternehmensmitarbeitende allgemein sieht er großes Potenzial: „Viele bringen Fähigkeiten mit, die Kindern helfen können, beispielsweise strukturiertes Denken, Problemlösungskompetenz oder einfach die Bereitschaft zuzuhören und Zeit zu investieren – und der zeitliche Aufwand ist überschaubar. Die Wirkung kann dafür enorm sein.“

Auch persönlich nimmt Ive viel aus seiner Rolle mit: „Sie erinnert mich daran, wie wichtig Geduld, Empathie und Wertschätzung sind.“ Die gemeinsamen Erfolge bedeuten ihm viel und zeigen immer wieder, wie viel durch verlässliche Unterstützung möglich ist. Mit jeder digitalen Session wächst nicht nur Luca – auch Ive lernt dazu, gewinnt neue Perspektiven und entwickelt sich weiter. Und am Ende ist es Luca, der es auf den Punkt bringt, was für die beiden ganz besonders zählt: „Es macht einfach Spaß.“

Neugierig geworden?

Die nächsten Tandemstarts für „Fit für Fünf“ sind am 15. Oktober 2026 und 15. Januar 2027. Eine Anmeldung ist jederzeit möglich:
https://www.kinderhelden.info/projekt/fit-fuer-fuenf/

Wer sich vorab informieren möchte, ist herzlich zu einer der regelmäßigen Online-Infosessions eingeladen.

Schenke einem Kind eine Stunde pro Woche – und begleite es mit digitalem Mentoring auf dem Weg in die 5. Klasse. Wir freuen uns, wenn du dabei bist!



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